Handysucht

Handysucht – Angst etwas zu verpassen

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So, wie das Handy zu einem Gerät wurde, welches seinem Benutzer verschiedene Funktionen anbietet, so gibt es auch unterschiedliche, mit der Handybenutzung verbundene Suchtarten. Außer dem Zwang, ständig zu telefonieren gibt es auch die Abhängigkeit des Nachrichten Schreibens und des Spielens.
Einige Menschen leiden auch unter dem „Syndrom des ausgeschalteten Handys“.
Es ist nicht schwierig, die Charakteristik der einzelnen Süchte aufzuzeigen.
Handynutzer, welche unter diesen zwängen leben, werden traurig und unruhig, wenn sie nicht ständig telefonieren oder Nachrichten schreiben und lesen können oder es ihnen nicht gelingt, zurück zu rufen.
Die Nicht-Süchtigen sollen sich also nicht darüber wundern, wenn sie vom Schreiben auf der Handytastatur Abdrücke auf dem Daumen eines Süchtigen bemerken, oder wenn sie eine SMS von ihm bekommen, obwohl er gerade in unmittelbarer Nähe sitzt.
Ähnlich einfach ist es, die von den neuesten Modellen Abhängigen zu durchschauen.
Sie müssen die aktuellsten Geräte mit den tollsten Funktionen haben, egal, wie hoch der Preis ist und ob sie tatsächlich alle Funktionen des Handys brauchen und nutzen.
Man kann auch solche „Exhibitionisten“ treffen, die immer bereit sind, ihren Neuerwerb zu präsentieren.
Sollten die Mitmenschen kein Interesse an dem neuen Stück zeigen, wird der Süchtige versuchen, dieses um jeden Preis zu wecken, in dem er zum Beispiel das Handy bei einem Anruf sehr lange klingeln lässt, damit der andere in den „Genuss“ des tollen Klingelton kommt.
Und natürlich sind für den Süchtigen auch die verfügbaren Spiele auf dem Handy von größter Wichtigkeit.
Man kann diese Menschen dabei beobachten, wie sie jede freie Minute in Bus, Bahn, im Wartezimmer beim Arzt oder in Pausen für ihre Rekordschläge nutzen.
Das „Syndrom des ausgeschalteten Handys“ äußert sich durch die Angst vor dem abgeschalteten Gerät oder vor der Situation, in der das Handy nicht funktionieren könnte. Laut Prof.Torrecillas verursacht diese Situationen bei ihnen Unruhe, Verärgerung, Schlafprobleme und Schlaflosigkeit, ja sogar Zuckungen und Verdauungsprobleme.

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