Wer braucht Sucht-Prävention?

Wer braucht Prävention?

Sucht-Prävention

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Es gibt viele Wege, den Menschen bewusst zu machen, worin Suchtprävention besteht, der springende Punkt dabei ist, dass diese weitläufig verstandene Suchtprävention einen möglichst großen Adressatenkreis findet.
Der erste und wichtigste hierbei sind Kinder und Jugendliche. Bierhersteller richten die aggressive Werbung ihrer Produkte in erster Linie an sie. Das Hauptziel von Suchtpräventionsveranstaltungen für Kinder und Jugendliche ist, sie mit Wissen und Fähigkeiten auszustatten, dank derer sie ihr Leben besser meistern können.
Schulzeit und Pubertät sind wichtige Lebensphasen. Die Gestaltung der eigenen Persönlichkeit, das Empfinden der eigenen Identität, das Annehmen von Rollen: Tochter/Sohn, Schüler/Schülerin, Freund/Freundin, die Internalisierung von gesellschaftlich anerkannten Normen und Werten oder das Aufrechterhalten von zwischenmenschlichen Beziehungen – dies sind nur einige der wichtigen Prozesse im Leben eines jungen Menschen.
Positive Erfahrungswerte, gesammelt in diesem Alter, bilden eine „Grundausstattung“ für die Zukunft – eine gute, solide Basis, auf der man das erwachsene Leben errichten kann.
Auch und gerade deshalb sind präventive Informations- und Bildungsangebote in erster Linie an Kinder und Jugendliche gerichtet. Sie sind, im Rahmen der Lösung von Alkoholproblemen, eine der sechs gesetzlich verankerten Aufgaben, die sich die Gemeinde Zgorzelec gestellt hat. Die populärsten und wirksamsten Präventionsangebote richten sich an ganze Gruppen von Schülern, Eltern und Lehrern von Schulen und Präventionsgemeinschaftsräumen in Zgorzelec.

Die Ziele dieser Maßnahmen sind:

  • Vorbeugung von frühem Beginn des Konsums von Alkohol und anderen bewusstseinsverändernden Mitteln,
  • Ermöglichen von psychologisch korrigierenden Erfahrungen, vor allem Menschen, die in der eigenen Familie Erfahrungen mit Alkoholmissbrauch gemacht haben (Personen aus den so genannten Risikogruppen),
  • Hilfe für junge Menschen, die bereits von Alkohol oder anderen Betäubungsmitteln abhängig sind.

Ein zweiter Adressatenkreis, an den Präventionsmaßnahmen gerichtet sein sollten, sind Mitarbeiter in sozialen und erzieherischen Einrichtungen, die ständig Kontakt mit Kindern haben: Erzieher, Lehrer und Schulpädagogen.
Diese Gruppen melden in erster Linie einen Bedarf an Angeboten im psychosozialem Bereich (Alkohol, Drogen, Gewalt) an. Lehrer sind in Anbetracht der Dinge, denen sie auf dem Schulhof begegnen, oftmals ratlos.
Denn Präventionsmaßmahnen sollten sich nicht auf Abschreckung, sondern auf das konsequente Informieren über Abhängigkeitsmechanismen, auf die Entfaltung von selbständigen und selbstverantwortlichen Entscheidungen sowie auf das Zurechtkommen in schwierigen Lebenssituationen (Stress, Gruppenzwang) konzentrieren.

Alkohol und Drogen – ob es uns gefällt oder nicht – sind ein Teil dieser Welt, die das Leben von Kindern und Jugendlichen, Lehrern und Eltern tangiert.
Deshalb bin ich der Ansicht, dass Vorsicht die Mutter der Weisheit ist, und deshalb ein Präventionsspatz in der Hand tausendmal besser als eine Therapietaube auf dem Dach ist.

Andrzej Pałys.

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